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Zehn Jahre Gewährleistung nicht nur arglistigem Verhalten!

Die Regelgewährleistungsfrist für Baumängel beträgt nach BGB 5 Jahre seit Abnahme. Diese Frist kann sich aber bis auf zehn Jahre verlängern, wenn die Vertragsparteien – wie häufig – eine schriftliche Abnahme vereinbaren, eine solche aber nicht durchführen und auch nicht von einem Verzicht auf die Abnahme auszugehen ist. Hier beginnt die Gewährleistungsfrist erst zu laufen mit Schluss des Jahres, zu dem der Auftraggeber den Mangel erkennt oder grob fahrlässig nicht erkennt (§ 199 Abs. 1 BGB). Die Höchstgewährleistungsfrist beträgt hier zehn Jahre, gerechnet vom Zeitpunkt, zu dem der Anspruch des Auftraggebers fällig geworden ist (§ 199 Abs. 4 BGB). Siehe hierzu das Urteil des OLG Nürnberg, AZ: 6 U 2521/09, das im Baurechts-Report 11, 2015 besprochen wird.

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